Freigelassene Soldaten : Iran wirft Großbritannien "Inszenierung" vor

Die iranische Regierung hat die Aussagen der aus Teheran zurückgekehrten britischen Marineangehörigen scharf kritisiert.

Teheran - "Diese Propaganda und Inszenierungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die britischen Soldaten Irans Seegrenze überschritten haben", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Mohammed-Ali Hosseini in Teheran, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.

Sechs der 15 vom Iran freigelassenen britischen Marinesoldaten hatten am Freitag auf einer Pressekonferenz auf dem Stützpunkt Chivenor im Südwesten Englands über ständigen psychischen Druck während ihrer Gefangenschaft berichtet und zugleich ihre in Teheran gemachten "Geständnisse" zurückgenommen. Sie betonten, sie hätten sich bei ihrer Festnahme am 23. März definitiv nicht in iranischen Hoheitsgewässern befunden.

Der staatliche iranische Fernsehsender Irib zeigte einen kurzen Ausschnitt aus der Pressekonferenz der Briten. Ein Sprecher merkte an, dass die britischen Soldaten "nervös" gewirkt und "vom Blatt abgelesen hätten". In dem Beitrag wurde die britische Regierung dafür kritisiert, die 15 Soldaten nach ihrer Rückkehr aus dem Iran am Donnerstag sofort zum Marinestützpunkt gebracht zu haben und ihnen die Aussagen im Voraus "diktiert" zu haben. (tso/dpa)

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