Fremdenfeindlichkeit bei Schülern : Wissenschaftler beklagen "unseriöse Verdrehung"

Die beteiligten Wissenschaftler an der Studie zu fremdenfeindlichen Tendenzen unter deutschen Jugendlichen sind empört. Die Ergebnisse seien vor Abschluss der Auswertung an die Öffentlichkeit gelangt und würden so ein falsches Bild zeichnen.

DüsseldorfDie Darstellung von Teilergebnissen seien eine "unseriöse Verdrehung", sagte Christian Pfeiffer der "Rheinischen Post". Er ist Direktor Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), das die Studie in Auftrag gegeben hatte, und nach der angeblich fast jeder dritte Neuntklässler glaubt, es gebe in Deutschland zu viele Ausländer.

Noch fehlten 18.000 von insgesamt 50.000 bundesweit geplanten Schüler-Interviews, teilte der KFN-Direktor mit. "Sie können das Ergebnis noch stark verändern." Das Informationsleck im Bundesinnenministerium gefährde jetzt den geordneten Abschluss der Untersuchung, beklagte Pfeiffer. Eine Sprecherin des Bundesinnenministerium dementierte, dass in Hause von Minister Wolfgang Schäuble (CDU) die Informationslücke sei. (mbo/ddp)

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