Politik : Fremdenfeindlichkeit: Demos gegen Rechts

Mehrere tausend Menschen haben am Wochenende in Deutschland gegen rechte Gewalt und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Bei der größten Kundgebung im westfälischen Hagen zogen am Samstag rund 7500 Menschen durch die Innenstadt. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot protestierten in Magdeburg knapp 1000 Menschen gegen den Rechtsextremismus. Die baden-württembergische Polizei löste in Höflingen ein Treffen von Rechtsextremisten auf. In Oberbayern und in Sachsen kam es unterdessen zu fremdenfeindlichen Gewalttaten.

In Hagen hatte ein "Bündnis gegen Rechts" zur Demonstration gegen einen Aufzug von rund 320 Rechtsradikalen aufgerufen. In Magdeburg gedachten linke Gruppen anlässlich des Todestages des Punkers Frank Böttcher der Opfer rechtsextremistischer Gewalttaten. Im Februar 1997 hatten Skinheads den damals 17-Jährigen in Neu-Olvenstedt zu Tode geprügelt.

Bei einer Schlägerei mit fremdenfeindlichem Hintergrund wurden am Freitagabend im oberbayerischen Kaufering zwei Menschen verletzt. Rund 20 rechtsgerichtete Jugendliche hatten laut Polizei eine etwa gleich große Gruppe russisch-stämmiger Deutscher unter anderem mit Baseballschlägern und Zaunlatten angegriffen. Im sächsischen Eilenburg wurden am Freitagabend fünf türkische Bauarbeiter zusammengeschlagen. Die sieben mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, fünf kamen später wieder auf freien Fuß.

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