Politik : Friedensruf von Juden, Christen und Muslimen Runder Tisch im Bremer Rathaus

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Bremen (stg). Während im Irak Christen und Muslime gegeneinander kämpfen und in Israel Juden um ihre Sicherheit fürchten, trafen sich nun im Bremer Rathaus fast 200 Juden, Christen und Muslime zu einer ungewöhnlichen Versammlung: einem „Friedensruf“, der ein Zeichen für Versöhnung setzen sollte. Um die Unterschiede zwischen den Religionen nicht zu verwischen, verzichteten die Organisatoren auf gemeinsame Aussagen. Jeder trug seine eigenen Texte vor: Die Vorsitzende der Bremer jüdischen Gemeinde sprach ein hebräisches Gebet. Ein evangelischer Pfarrer las aus der Bibel, sein katholischer Kollege betete zum „einzigen Gott aller Menschen“ und ein muslimischer Geistlicher sang auf Türkisch einen Gebetsruf.

Schon seit Monaten treffen sich örtliche Vertreter der drei großen Religionen zu einem Runden Tisch, um „in tiefem Respekt vor der jeweils anderen Tradition“ die Verständigung zu fördern. Bürgermeister Henning Scherf (SPD) äußerte die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende und appellierte an die verschiedenen Religionen, „in dieser schrecklich schweren Zeit aufeinander zu achten, Respekt voreinander zu haben und sich gegenseitig zu stützen“.

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