Politik : Friedensvertrag für Burundi: Tutsi verweigern Unterschrift

Das geplante Friedensabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien von Burundi ist offenbar gescheitert. Nach Angaben der südafrikanischen Nachrichtenagentur Sapa weigerten sich am Montag mehrere Parteien der Tutsi-Minderheit, den Vertrag zu unterzeichnen. Der britische Rundfunksender BBC berichtete, die Vertreter von Regierung und Rebellen verhandelten stattdessen über eine veränderte Vereinbarung. Die Tutsi-Minderheit dominiert in dem zentralafrikanischen Land Armee und Regierung. Das vom früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela vorgelegte Friedensabkommen hätte am Montag im Beisein von US-Präsident Bill Clinton und afrikanischen Staatschefs unterzeichnet werden sollen. Der Bürgerkrieg in Burundi hat seit 1993 rund 200.000 Menschenleben gefordert. Clinton war am Nachmittag in Arusha eingetroffen. Zu den umstrittensten Punkten des Abkommens gehörte die Teilung der Macht zwischen der Tutsi-Minderheit und der Hutu-Mehrheit und eine Amnestie für Kriegsverbrecher.

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