Politik : Friedlich werden

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Die türkischen Kurden verzichten in aller Form auf Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ziele und auf einen eigenen Staat. Der „Kongress für Freiheit und Demokratie Kurdistans“ (Kadek) wolle künftig nur noch eine rein politische Partei sein und sich um das Wohl des kurdischen Volkes kümmern, erklärte Parteimitglied AlZubair Idar am Samstag im Nordirak auf einer von arabischen Fernsehsendern übertragenen Pressekonferenz. Um den Wandel zu unterstreichen, wolle sich die Kadek in „Volkskongress Kurdistans“ (PCK) umbenennen, sagte Idar. Die Kadek war die Nachfolge-Organisation der radikalen Arbeiterpartei Kurdistans PKK. PKK-Führer Abdullah Öcalan war 1999 von türkischen Agenten in Nairobi in Kenia entführt und zum Tode verurteilt, später aber zu lebenslanger Haft begnadigt worden. Ankara hatte die PKK als terroristische Organisation verboten. Ihr 17-jähriger Kampf um einen eigenen Staat im Südosten der Türkei hat über 30 000 Tote gefordert. dpa

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