Politik : Friedrich Zimmermann gestorben

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Berlin - Er war einer der letzten Politiker aus jener Ära, als die CSU noch eine echte Macht im Lande war. Friedrich Zimmermann, der am Sonntag im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit starb, gehörte zu denen, die mit und unter (und gelegentlich auch gegen) Franz Josef Strauß die CSU als Oppositions- und Regierungspartei in den 70er und 80er Jahren geprägt haben. Und das mit klarer Linie: Zimmermann war stets ein verlässlicher rechter Hardliner der CSU auf Bundesebene. Dort vor allem machte er Karriere, nachdem er von 1956 bis 1963 CSU-Generalsekretär war. In jene Zeit fiel eine Meineid-Affäre, die ihm den Spitznamen „Old Schwurhand“ eintrug. 1976 wurde er Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, nach dem Regierungswechsel zu Schwarz-Gelb berief ihn Helmut Kohl 1982 ins Bundesinnenministerium. Stichworte aus Zimmermanns Amtszeit: Vermummungsverbot, Kronzeugenregelung, Einengung des Datenschutzes. In der Asyl- und Ausländerpolitik nahm er eine restriktive Haltung ein. 1989 wurde er Verkehrsminister und setzte sich für bleifreies Benzin ein. 1991 schied er aus dem Bundestag aus. afk

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