Politik : Früher Protest

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Als Jamal Karsli noch nicht in aller Munde war, gab es schon Protest gegen seine Vergleiche. Mitte März verbreitete der NRW-Landtagsabgeordnete (damals noch für die Grünen) eine Presseerklärung, in der er Israels Vorgehensweise im Nahost-Konflikt mit „Nazi-Methoden“ verglich. Eine Woche später schrieb die Leiterin des Berliner Büros des American Jewish Committee, Deidre Berger, einen wütenden Brief an Karsli. „Wir verurteilen entschieden die skandalösen Vergleiche zwischen dem Staat Israel und dem nationalsozialistischen Deutschland.“ Dieser Vergleich setze das Leiden von Millionen Menschen unter der grausamen Herrschaft des Nationalsozialismus herab und „beleidigt all jene, die der Barbarei entkamen“. Ihr Protestbrief sei von den Grünen sehr ernst genommen worden, berichtet Berger. Die Fraktion habe nach ihren Informationen sofort reagiert und mit Karsli über dessen Äußerungen gesprochen. Inzwischen kennen auch die AJC-Mitglieder in den USA den n Karsli. Man sei dort sehr beunruhigt, sagt Berger. Ch.B.

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