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Politik : Führt Lehmann nochmal die Bischöfe? Mainzer Kardinal lässt

Kandidatur offen

Martin Gehlen

Berlin/Fulda - Anders als die übrigen Bundesbürger, wählen die deutschen Oberhirten zweimal: am Sonntag und am Dienstag, wenn sie auf ihrem Herbsttreffen in Fulda den neuen Vorsitzenden für die kommenden sechs Jahre bestimmen. Seit 18 Jahren steht der 69-jährige Mainzer Kardinal Karl Lehmann an der Spitze der Bischofskonferenz. Ob er für eine vierte Amtszeit antritt, ist ungewiss. Lehmann wirkt amtsmüde, kurz nach der Wahl von Joseph Ratzinger zum Papst bemerkte er auf einer Pressekonferenz, 18 Jahre Vorsitz seien genug. Außerdem weht ihm seit der Wahl von Benedikt XVI. aus Rom ein kalter Wind ins Gesicht. Der Vatikan möchte die Amtszeiten von Vorsitzenden generell auf zwei begrenzen. Und Papstfreund Joachim Meisner macht kräftig Stimmung gegen den liberalen Lehmann, der während des Konklaves offen gegen eine Kandidatur Ratzingers gekämpft hatte. Eine „stroherne Epistel“ nannte Meisner – pikanterweise in unbewusster Anlehnung an den Reformator Martin Luther – die damals von Lehmann verfasste Stellungnahme nach der Papstwahl. Ihr fehlte der Jubel, der nach Meisners Ansicht angesagt gewesen wäre.

Doch trotz der Opposition aus Köln und einem leisen Grummeln aus anderen Bistümern gegen den „Dauer-Vorsitzenden“ könnte Lehmann durchaus wieder mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Stimmen rechnen, die er laut Satzung braucht. Stimmberechtigt sind derzeit 68 Bischöfe und Weihbischöfe, in das Amt des Vorsitzenden wählbar jedoch nur die 25 Diözesanbischöfe. Doch unter ihnen ist die Zahl möglicher Alternativkandidaten klein, weil viele Oberhirten schon jenseits der 70 sind. Zu den Jüngeren gehören der 54-jährige Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sowie der 52-jährige Trierer Bischof Reinhard Marx. Bode hat sich gerade auf dem Weltjugendtag als „Jugendbischof“ profiliert, ist jedoch öffentlich noch wenig über dieses Themenfeld hinaus in Erscheinung getreten. Marx wiederum gilt als talkshowerprobt, profiliert in sozialpolitischen Fragen und als konfliktfähig. Aber seine sonstigen konservativen theologischen Ansichten stoßen bei einer Reihe von Mitbischöfen auf Vorbehalte.

Von den vergleichsweise Jüngeren im Amt werden bisweilen auch die Erzbischöfe von Freiburg und Hamburg, Robert Zollitsch (67) und Werner Thissen (66), als Kandidaten genannt – auch wenn sie nur für eine Amtszeit zur Verfügung stünden. Zollitsch ist nicht nur ein erfahrener und sympathischer Seelsorger, er ist auch ein sattelfester Finanzfachmann. Thissen ist Vorsitzender der Kommission des Hilfswerkes Misereor und gilt als geschickt im Umgang mit den Medien. Gewählt wird am Dienstag geheim und ohne Kandidatenvorschläge. Beobachter vermuten, dass Lehmann das Ergebnis des ersten Wahlgangs abwarten wird – und dann entscheiden, ob er abtritt oder weitermacht.

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