Politik : Für Bush wird selbst der Rhein gesperrt

Stephan Lüke

Mainz - Der Besuch von US-Präsident George W. Bush in Mainz wird am 23. Februar im Rhein-Main-Gebiet voraussichtlich zu massiven Verkehrsbehinderungen führen. Aus Sicherheitsgründen werden unter anderem vier Autobahnen stunden- und abschnittsweise gesperrt, teilten die Polizeipräsidien Mainz und Wiesbaden am Montag mit. „Dies ist einer der größten Polizeieinsätze in Rheinland-Pfalz, wenn nicht der größte“, sagte der leitende Kriminaldirektor Lothar Schönemann am Montag bei der Vorstellung der geplanten Sicherheitsvorkehrungen. Wahrscheinlich wird die First Lady der USA, Laura Bush, schon am 22. Februar nach Rheinland-Pfalz kommen und Militäreinrichtungen besuchen, etwa das Militärhospital in Landstuhl und den Flugplatz Ramstein bei Kaiserslautern.

Viele Bürger werden an diesem Tag zu spät zur Arbeit kommen. Zwar verspricht der Sprecher der Stadt, Marcus Biagioni, man sei bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Doch für Stunden wird auf den Straßen, auf Rhein und Main nichts gehen oder fahren. Zwischen 9 und 18 Uhr dürfen an diesem Tag auf beiden Flüssen keine Schiffe fahren. Dagegen soll der Bahn- und S-Bahn-Verkehr weitestgehend planmäßig verlaufen.

Auch am Himmel werden Ausnahmeregeln gelten. Den ganzen Tag wird der Luftraum über Mainz in einem Radius von 60 Kilometern für die so genannte Sichtfliegerei untersagt, also für Kleinflugzeuge und Hubschrauber. Der planmäßige Luftverkehr von und zum Flughafen Frankfurt am Main ist nach Aussagen der Polizei nicht beeinträchtigt. Lediglich während der Landung Bushs wird das gesamte Fluggeschehen für 20 Minuten unterbrochen. Beeinträchtigt wird auch der Tagesablauf von Kindern und Jugendlichen, weil in einigen Stadtteilen Kindergärten und Jugendzentren geschlossen bleiben.

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