Politik : Für Linkspartei aktiv – Grüne feuern Mitarbeiter

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Berlin Die geplante Gründung einer Linkspartei hat zum ersten Mal auch bei den Grünen personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Die Grünen im Kreis Stormarn trennten sich von ihrem Kreisgeschäftsführer Björn Radke, wie Schleswig-Holsteins Landeschef Björn Pistol dem Tagesspiegel bestätigte. Der Internetberater Radke hatte sich Anfang Juli in den Bundesvorstand der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit wählen lassen. Parteimitglied sei Radke nicht gewesen, sagte Pistol, sein Anstellungsverhältnis sei „im gegenseitigen Einvernehmen“ gelöst worden. Radke hatte das Amt ein Jahr inne. Im Juni hatte die SPD mehrere Abweichler ausgeschlossen, die sich für die Linkspartei engagieren, darunter die IG-Metall-Chefs aus Fürth und Schweinfurt, Thomas Händel und Klaus Ernst. PDS-Chef Lothar Bisky hingegen erklärte, auf keinen Fall werde die PDS Mitglieder, die sich für die Linkspartei engagieren, ausschließen. „Ich bin grundsätzlich gegen Ausschlüsse. Die SPD macht da einen großen Fehler.“ Grünen-Chef Reinhard Bütikofer hatte deutlich gemacht, er halte das Bündnis, aus dem eine Linkspartei entstehen soll, für „ein bisschen überschätzt“. m.m.

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