Politik : Für Stabilität auf dem Balkan

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Berlin - Rund 7000 Bundeswehrsoldaten sind derzeit außerhalb Deutschlands stationiert, davon 900 in Bosnien und 2400 im Kosovo.

Am 2. Dezember 2004 übernahm die Europäische Union in Bosnien und Herzegowina das Kommando über die dort stationierten Friedenstruppe. Die Eufor-Operation „Althea“ ist die bisher größte militärische Operation der Union. Der Auftrag des deutschen Einsatzkontingents ist es dabei, die militärische Absicherung des Friedensvertrages von Dayton sicherzustellen und die Volksgruppen von Feindseligkeiten abzuhalten.

Der Einsatz der Kfor im Kosovo hat das Ziel, im Kosovo ein multi-ethnisches, friedliches, rechtstaatliches und demokratisches Umfeld mit autonomer Selbstverwaltung aufzubauen und dies militärisch abzusichern. Am Montag kommen zum ersten Mal seit dem Krieg von 1999 die Staats- und Regierungschefs aus Serbien und dem Kosovo zu Gesprächen über die Zukunft der überwiegend von Albanern bewohnten Region zusammen. Mit einem konkreten Ergebnis des eintägigen Treffens unter Vorsitz der Vereinten Nationen (UN) wird nicht gerechnet. Diplomaten verweisen darauf, dass die Positionen beider Seiten völlig konträr sind: Die Vertreter der zwei Millionen Kosovaren beharren auf völliger Unabhängigkeit und lehnen eine Rückkehr nach Serbien ab. Die serbische Seite hat das unter UN-Verwaltung stehende Kosovo dagegen als Wiege des Serbentums bezeichnet, die sie nicht aufgeben will und ihm Autonomie angeboten. mis

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