Politik : Furcht vor Anschlägen in Afghanistan

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Nach der Übernahme des Kommandos der internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan stellt sich die Bundeswehr auch an ihrem neuen Standort auf Terroranschläge ein. „Eine latente Bedrohung auch im Norden ist eindeutig vorhanden“, sagte der regionale Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kneip. Die USA erwarten unterdessen nach den jüngsten Unruhen einen „blutigen

Sommer“ in Afghanistan. „Die Taliban glauben, dass die Nato-Staaten schwach sind und die Europäer weglaufen, wenn sie jetzt hart zuschlagen“, sagte der US- Botschafter in Kabul, Ronald Neumann, der „Süddeutschen Zeitung“. Der UN-Sondergesandte in Afghanistan, der Deutsche Tom Koenigs, sagte dem Deutschlandradio Kultur, die Nato müsse damit rechnen, zahlenmäßig mindestens mit dem jetzt vorhandenen Personal im Land zu bleiben. „Natürlich ist man mit dem Erreichten nicht zufrieden .“ Die Probleme des Landes seien nach 23 Jahren Krieg und Bürgerkrieg nicht in drei bis vier Jahren zu lösen. dpa

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