Fußball : Zehn Prozent der Hooligans sind rechtsextrem

Die Polizei hat unter den deutschen Fußballfans mehr als 13.000 Hooligans festgestellt. Rund zehn Prozent davon sind dem Verfassungsschutz durch rechtsextreme Aktivitäten aufgefallen.

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10.480 Hooligans zählen zu den Anhängern der Vereine der Bundes- und Regionalligen. Weitere 2700 werden den Fans der Mannschaften der neun Oberligen zugrechnet. Die Zahlen finden sich in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linkspartei) und ihrer Fraktion. Die Antwort liegt dem Tagesspiegel vor.

Etwa 400 Hooligans aus der Anhängerschaft der Vereine der Bundes- und Regionalligen ordnet die Polizei dem rechten Spektrum zu. Insgesamt ist die Zahl der rechtsextremen Hooligans aber deutlich höher: Laut Bundesregierung hat der Verfassungsschutz bei knapp zehn Prozent der in der Polizeidatei "Gewalttäter Sport" (Stand November 2006) erfassten 9399 Hooligans "Erkenntnisse aus dem rechten Phänomenbereich". Demnach sind etwa 1000 Hooligans mit rechtsextremen Aktivitäten aufgefallen. Die Mehrheit der rechten Hooligans ist offenbar den Fans von Amateurklubs unterhalb der Regionalligen zuzurechnen. Über die Oberligen hinaus sind allerdings in der Antwort der Bundesregierung keine Angaben zu Hooligans und Vorfällen in weiteren Amateurligen enthalten, obwohl die Fraktion der Linkspartei in ihre Fragen alle Spiele bis hin zur Kreisklasse einbezogen hatte.

Allein im zweiten Halbjahr 2006 sind bei Krawallen im Zusammenhang mit Fußballspielen in den Bundes-, Regional- und Oberligen 461 Personen verletzt worden, darunter 104 Polizisten. Betroffen waren auch 144 Unbeteiligte und 213 Hooligans selbst. Die Polizei zog von Juli bis Dezember 2006 bei Spielen der genannten Ligen 3604 Hooligans aus dem Verkehr. Zwei Drittel wurden vorläufig festgenommen, den Rest steckte die Polizei zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam. Außerdem wurden 1908 Strafverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Bundesregierung sind derzeit etwa 2950 Personen "von bundesweit wirksamen Stadionverboten betroffen".

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