G-8-Parallelveranstaltung : Mit Ex-007 zum Junior8-Gipfel

Jugendliche diskutieren mit Angela Merkel über Globalisierung und Klimawandel. Unterstützt werden sie von dem früheren Bond-Darsteller Roger Moore.

Roger Moore
Foto: ddp

BerlinSeit Sonntag diskutieren 74 Jugendliche aus aller Welt parallel zum G8-Gipfel in Heiligendamm über die Folgen der Globalisierung und des Klimawandels. Vor allem Afrika liegt den Teilnehmern des Junior8-Gipfels in Wismar am Herzen. Heute stellten sie ihre Thesen im Bundeskanzleramt in Berlin auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor. Unterstützt wurden sie dabei von Unicef-Botschafter und Ex-007-Darsteller Roger Moore.

Merkel betonte vor dem Gespräch, sie freue sich darauf, gerade mit Jugendlichen die offenen Fragen der Weltwirtschaft zu diskutieren. "Solche Gespräche sind ein wichtiger Teil unserer Vorbereitungen", sagte sie. Die Vorsitzende von Unicef Deutschland, Heide Simonis, fügte hinzu, dass Kinder sich nicht so schnell den Sachzwängen der erwachsenen unterwerfen". Ihre Fragen könnten daher die "Routine des Politikbetriebes durchbrechen".

Jugendliche treffen Staats- und Regierungschefs

Moore forderte die Jugendlichen auf, bei ihrem Gespräch mit Merkel "locker und direkt" zu sein. Acht von ihnen werden an diesem Donnerstag in Heiligendamm auch mit den Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russland diskutieren und eine Resolution übergeben können.

Der 79-Jährige kritisierte zugleich, dass die Globalisierung oft als ein kaum beeinflussbarer Prozess beschrieben werde. Dennoch sei dies "keine Entschuldigung für fehlende Führung". Die G8-Staaten seien mit verantwortlich für das, was passiere.

Moore tritt für Rechte der Kinder ein

Die 2,2 Milliarden Kinder auf der Erde hätten ein Anrecht auf medizinische Vorsorgung und Ausbildung, sagte Moore. Dabei lebten 50 Prozent von ihnen immer noch in Armut, betonte er und fügte hinzu: "Man sollte Kinder sehen und nicht verletzen".

Als Vertreter der Junior8-Gruppe war unter anderem der aus dem hessischen Egelsbach stammende Steffen Parth nach Berlin gekommen. Der 17-jährige kündigte an, im Gespräch mit Merkel vor allem die wirtschaftliche Situation Afrikas anzusprechen. Auch wollen die Jugendlichen die G8 an ihre Versprechen erinnern, die Entwicklungshilfe auszubauen. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben