Politik : G-8-Protest abgebrochen: Zu viel Polizei

Hamburg - Eine als Auftakt zu den G-8- Protesten angesehene Großdemonstration in Hamburg ist weitgehend friedlich verlaufen. Der Beginn der Protestkundgebung mit mehr als 4000 Globalisierungsgegnern, die anlässlich des am Montag an der Alster begonnenen Asem-Gipfels mit den Außenministern der EU und der asiatischen Staaten auf die Straße gingen, verzögerte sich zunächst über eine Stunde. Im Demonstrationszug waren laut Polizei auch rund 2000 gewaltbereite Kräfte aus der autonomen Szene. Unter den Demonstranten waren jedoch auch Vertreter der Gewerkschaften und der Linkspartei und die globalisierungskritische Nichtregierungsorganisation Attac. Auch der Hamburger Altlinke und Ex-Grüne Thomas Ebermann und die alternative Musikgruppe „Tuten und blasen“ liefen mit.

Vereinzelt flogen Feuerwerkskörper und Rauchtöpfe in Richtung Polizei, die fast 3000 Beamte aufbot. Auch Leuchtspurmunition sei abgeschossen worden, hieß es aus der Polizei. Zeitweilig ließ die Polizei Wasserwerfer auffahren, setzte sie aber nicht ein. Immer wieder kam der Marsch ins Stocken, weil die Polizei Transparente monierte, die angeblich gegen Auflagen verstießen. Auf halber Strecke brach die Demonstrationsleitung deswegen den Zug ab. Die Organisatoren sprachen, auch wegen des massiven Polizeiaufgebots, von einem „versammlungsrechtlichen Skandal“. Dies sei alles andere als deeskalierend. Bei einer Demo gegen die G-8-Bildungspolitik wurden am Samstag 600 Studenten von 400 Hamburger Polizisten begleitet. dha/dpa

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