G-8-Treffen : Umweltminister beraten Klimaschutz in Krisenzeiten

Die G-8-Umweltminister suchen seit heute nach Wegen, wie sich die Probleme Wirtschaftskrise und Erderwärmung gemeinsam lösen lassen. Eine Schlüsselrolle soll die technologische Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Schwellenländern spielen.

SyrakusAm "Tag der Erde", an dem Organisationen weltweit für mehr Umweltschutz werben, begannen die Minister in Süditalien it dreitägigen Beratungen darüber, wie dem Klimawandel in Abstimmung mit anderen wichtigen Ländern begegnet werden kann.

Zu Beginn setzte sich der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, für eine verstärkte Zusammenarbeit der großen Industriestaaten mit den Schwellenländern ein. "Wenn dieses G-8-Treffen zu einer starken Partnerschaft in der technologischen Zusammenarbeit führt, dann wird es eine sehr wichtige und solide Grundlage für eine erfolgreiche Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen legen", sagte er. Es geht um die Entwicklung von Technologien mit niedrigem CO2-Ausstoß.

An dem Treffen in Syrakus nehmen neben den wichtigsten acht wichtigsten Industrieländern inklusive Russland auch die als erhebliche Umweltverschmutzer geltenden Länder China, Indien und Brasilien teil. Einer der Streitpunkte ist die Frage, wie ärmere Länder eine derart kostspielige Technologie bezahlen sollen.

Anlässlich des G-8-Treffens steht Syrakus unter starkem Polizeischutz: Mehr als 800 Beamten sollen für Sicherheit in der Stadt sorgen. Am Mittwoch waren zwei Menschen unter dem Verdacht festgenommen worden, die Gespräche stören zu wollen. In ihrem Auto in der Nähe des Veranstaltungsortes wurden Steine und Stöcke gefunden.

Oxfam: Klimaschutzschutzziele unzureichend

Am Vortag hatte die Hilfsorganisation Oxfam vor verheerenden Folgen des Klimawandels gewarnt. Dieser werde bis 2015 die Existenz von rund 375 Millionen Menschen bedrohen, heißt es im Bericht "The Right to Survive" (Recht auf Überleben), den Oxfam im Vorfeld des Umweltministertreffens vorlegte. Die Klimaschutzziele der G-8-Staaten seien bisher völlig unzureichend. (rf/dpa)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben