G20-Gipfel in Hamburg : Ermittlungen gegen Polizisten wegen G20-Einsatz

Polizisten hatten einen Bus mit jungen Demonstranten bei der Anfahrt zum G20-Gipfel in Hamburg festgesetzt. Versehentlich, wie es später hieß.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD, l) und der Leitende Polizeidirektor Hartmut Dudde bei einer Sondersitzung des Innenausschusses zum G20-Gipfel
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD, l) und der Leitende Polizeidirektor Hartmut Dudde bei einer Sondersitzung des...Foto: Christophe Gateau/dpa

Nach einer irrtümlichen Festsetzung eines Busses mit Demonstranten der sozialistischen Jugendorganisation „Die Falken“ beim G20-Gipfel in Hamburg ermittelt nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ nun die Staatsanwaltschaft gegen Polizeibeamte.

Das habe ein Sprecher der Hamburger Polizei der Zeitung mitgeteilt, berichtet die „F.A.S.“. Nach dem Bericht waren die teilweise minderjährigen Leute, darunter auch Mitglieder der Gewerkschaftsjugend und der Alevitischen Jugend, Anfang Juli bei der Anfahrt zur Samstags-Demonstration in Hamburg über Stunden ohne nähere Begründung von der Polizei festgehalten und in der Gefangenensammelstelle schlecht behandelt worden.

Während der Sitzung des Innenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft, der sich am 19. Juli mit den Vorgängen um den G20-Gipfel beschäftigt hatte, war der Fall angesprochen worden. Polizei und Innensenator hatten Fehler eingeräumt und sich entschuldigt. (dpa)

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