• G8 Gipfel: Japan fordert mehr Unterstützung für die Dritte Welt - Aids-Bekämpfung und neue Medien sollen Schuldenerlass flankieren

Politik : G8 Gipfel: Japan fordert mehr Unterstützung für die Dritte Welt - Aids-Bekämpfung und neue Medien sollen Schuldenerlass flankieren

Die mächtigsten sieben Industriestaaten der Welt wollen wieder einmal den ärmsten der armen Länder der Erde kräftig unter die Arme greifen. Darum geht es, wenn sich von diesem Freitag an die Staats- und Regierungschefs der reichen Nationen und Russlands (G 8) für drei Tage auf der japanischen Insel Okinawa treffen.

Vor allem Japans Regierungschef Yoshiro Mori will seine Kollegen auf weitere milliardenschwere Hilfe für die Unterprivilegierten einschwören - nicht ganz uneigennützig. Nach Einschätzung der heimischen Medien wird der Gastgeber alles tun, um die bei den Gipfelrunden immer wiederkehrende Debatte um die Schwächen der japanischen Wirtschaft tunlichst zu vermeiden.

Mehrere Milliarden US-Dollar will allein Japan locker machen, um der Dritten Welt den Einstieg ins lukrative Internet-Zeitalter zu ermöglichen und den Kampf gegen tödliche Krankheiten wie Aids zu unterstützen. Auch der Schuldenerlass für die ärmsten Entwicklungsländer, den die G 8 im vergangenen Jahr in Köln auf den Weg gebracht hatten, gilt auf Okinawa als unstrittig. Die führenden Industrienationen wollen die schon weit klaffende Lücke zwischen Bedürftigen und Wohlhabenden nicht noch größer werden lassen.

Deutschland für Internet-Offensive

Deutschland will beim Okinawa-Gipfel eine Internet-Offensive mit auf den Weg bringen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) werde sich für eine bessere Ausbildung der Bürger in den neuen Technologien einsetzen, hieß es aus am Donnerstag Regierungskreisen. Wie es weiter hieß, erhofft sich Schröder vom ersten Auftritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der G-8-Runde Fortschritte in den Beziehungen zu Führung in Moskau. Putin habe die Verlässlichkeit Russlands vorangebracht. Keine Chance habe die russische Bitte um Schuldenerlass.

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