G8 : Minister streiten über Handelsschranken

Deutschland und die Europäische Union wollen Handelsschranken für Agrargüter abbauen. Auf dem G8-Treffen stellt sich nur Gastgeber-Land Italien quer.

Cison di ValmarinoIm Grundsatz herrsche Einigkeit darüber, dass protektionistische Mechanismen langfristig abgeschafft werden sollen, sagt Bundesagrarministerin Ilse Aigner. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel hat Bedenken, dass Ausfuhrverbote und Importzölle sich gar negativ auf die Lebensmittelsicherheit auswirken könnten, da Bauern weniger Anreiz zur Produktion hätten.

Italiens Landwirtschaftsminister Luca Zaia hingegen sorgt sich um die italienische Landwirtschaft, die er notfalls auch mit Zöllen schützen will. Europäische Landwirte seien bei Fleisch, Getreide und Blumen sonst nicht wettbewerbsfähig, sagt er.

An dem Treffen im norditalienischen Cison di Valmarino nahmen Minister der G8-Staaten sowie aus Brasilien, China, Indien, Südafrika, Mexiko, Argentinien, Australien und Ägypten teil. (mm, dpa)

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