Gabrielle Giffords : Angeschossene US-Abgeordnete verlässt Krankenhaus

Die Anfang Januar bei einem Attentat durch einen Kopfdurchschuss schwer verletzte Gabrielle Giffords ist nach fünf Monaten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die US-Abgeordnete hat nach wie vor erhebliche Probleme zu sprechen.

Gabrielle Giffords vor und nach dem Attentat.
Gabrielle Giffords vor und nach dem Attentat.Foto: Reuters

Knapp ein halbes Jahr nach dem Attentat auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords hat die Politikerin das Krankenhaus verlassen. Sie werde ihre Behandlung ambulant fortsetzen, teilte die Memorial-Hermann-Klinik in Houston (Texas) am Mittwoch mit.

"Wir freuen uns sehr, dass sie die nächste Phase ihrer Rehabilitation erreicht hat und die ambulante Behandlung beginnen kann", sagte Chefmediziner Gerard Francisco. "Wir haben keinen Zweifel, dass sie weiterhin erhebliche Fortschritte erzielen wird." Die Politikerin war Anfang Januar während eines Wahlkampfauftritts im US-Staat Arizona von einem Schuss in den Kopf getroffen worden, hatte aber überlebt und sich erstaunlich schnell wieder erholt. "Ihre Wahrnehmungsfähigkeiten und ihr körperlicher Zustand haben sich so weit verbessert, dass sie nicht länger in der Klinik bleiben muss", erklärte Francisco.

Unlängst hatte Giffords erste Fotos von sich veröffentlicht. Eine Sprecherin hatte jedoch betont, Giffords habe nach wie vor erhebliche Probleme zu sprechen. Sie kommuniziere per Mimik und Gestik.
Die Politikerin werde bei ihrem Mann, dem Astronauten Mark Kelly, in dem Ort League City (Texas) wohnen, hieß es in der Krankenhausmitteilung weiter. "Der bemerkenswerte Fortschritt bei ihrer Genesung ist ihrer absoluten Entschlossenheit, gesund zu werden, wie auch ihrem Medizinerteam geschuldet, teilte Kelly mit. "Jeder, der Gabby kennt, weiß wie gerne sie draußen an der Luft ist", sagte Kelly. "Fünf Monate in einer Reha-Einrichtung zu leben und zu arbeiten war eine besondere Herausforderung für sie."

Die demokratische Kongressabgeordnete war am 8. Januar in Tucson im US-Bundesstaat Arizona durch einen Kopfdurchschuss schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Attentäter hatte ihr aus nächster Nähe eine Kugel durch den Kopf geschossen. Sechs Menschen starben bei der Schießerei. Im März erklärten Gutachter den 22-jährigen Angreifer für prozessunfähig. (AFP/dpa)

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