Politik : Gaddafi-Sohn in Tripolis beigesetzt

Tripolis - Der jüngste Sohn von Machthaber al-Gaddafi ist am Montag beigesetzt worden. Das Begräbnis Saif al Arab Gaddafis auf dem Al-Hani-Friedhof wurde am Montag im staatlichen Fernsehen übertragen. Muammar al-Gaddafi stand nicht am Grab seines Sohnes, der nach Angaben der libyschen Regierung am vergangenen Wochenende durch einen Nato-Luftangriff auf sein Haus ums Leben gekommen war. Anwesend waren dagegen Gaddafis Söhne Saif al-Islam und Mohammed sowie mehrere Funktionäre des Regimes. Die Aufständischen hatten Zweifel am Tod des Gaddafi-Sohnes geäußert.

Unterdessen hat die libysche Regierung die Angriffe auf ausländische Vertretungen in Tripolis bedauert. Bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend sprach Vizeaußenminister Chaled Kaim von einem „bedauerlichen Vorfall“. Er versicherte, Libyen werde die Reparaturarbeiten übernehmen. Zu den Angriffen in Tripolis konnte es laut Kaim kommen, weil die Polizei mit dem Andrang der Massen überfordert war. Die Angriffe ereigneten sich, nachdem die Tötung des Sohnes von Machthaber al Gaddafi verkündet worden war.

Demonstranten hatten das Gebäude der italienischen Botschaft sowie die Residenzen der Botschafter von Italien und Großbritannien angezündet. Der britische Außenminister William Hague bestätigte die Angriffe und wies den libyschen Botschafter aus Großbritannien aus. Am Montag schloss die Türkei ihre Botschaft in Tripolis. Wegen der „veränderten Sicherheitslage in Libyen“ habe die türkische Botschaft in der libyschen Hauptstadt ihre Arbeit vorübergehend eingestellt, hieß es. Zuvor hatten bereits die UN ihr ausländisches Personal abgezogen. AFP

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