Politik : Garner: Verwaltung bleibt vorerst unter US-Aufsicht Amerikaner teilen den Irak

in drei Zonen ein

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Bagdad (dpa). Der von Washington als Zivilverwalter für den Irak eingesetzte ehemalige USGeneral Jay Garner hat erstmals in groben Zügen erklärt, wie er sich die Übergangsphase im Land vorstellt. Unter Garner sollen drei Amerikaner für die Regionen Nord-, Zentral- und Südirak verantwortlich sein. Eine irakische Beteiligung an der Verwaltung ist zunächst nicht vorgesehen.

Die Region um Bagdad soll von der US-Botschafterin im Jemen, Barbara Bodine, geleitet werden. Stellvertreter Garners ist der Brite Tim Cross. Auf die Frage, wie und wann die Iraker eigene Volksvertreter wählen sollten, sagte Garner: „Wir gehen davon aus, dass die Menschen zu uns kommen werden und uns sagen, wie sie das machen wollen“. Im Süden des Landes sei dies bereits ansatzweise geschehen. Mohammed Mohsen el Subaidi, der sich selbst zum von den Stämmen ernannten Verwalter Bagdads erklärt hatte, genießt laut Garner keine Unterstützung des US-Militärs. Den Chef des irakischen Nationalkongresses, Ahmed Chalabi, hingegen bezeichnete Garner als „anständigen Mann, der künftig im Irak eine Rolle spielen könnte“.

Demnächst wolle man auch irakische Beamte und Experten für die verschiedenen Ministerien auswählen. Ihnen würden US-Berater zur Seite gestellt. Mitglieder der Baath-Partei – der einstigen Regierungspartei Saddam Husseins – würden nicht ausgeschlossen, sagte Garner. Eine „Entbaathisierung“ sei nicht vorgesehen. Die USA stellten nur sicher, dass Schützlinge Saddams und Parteimitglieder, die Menschenrechtsverletzungen begangen hätten, im neuen Irak keine staatlichen Aufgaben mehr bekämen.

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