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Gaspipeline mit Iran : Pakistans Präsident weist Kritik an Pipeline-Projekt zurück

Pakistans Präsident Zardari hält die Pipeline mit Iran für einen Meilenstein für Frieden und Sicherheit in der ganzen Region. Das Projekt war zuvor international scharf kritisiert worden.

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Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hat den Bau der umstrittenen Gaspipeline mit Iran gegen internationale Kritik verteidigt. „Das iranisch-pakistanische Gaspipelineprojekt ist eine historische Errungenschaft, um Pakistans Energiebedürfnisse zu befriedigen und ein Meilenstein in den pakistanisch-iranischen Beziehungen, für die Förderung des regionalen Handels sowie der Vernetzung und damit von Frieden und Sicherheit in der ganzen Region“, erklärte Zardari auf Anfrage des Tagesspiegel. Ohne auf die Warnung der USA vor Sanktionen für den Fall einzugehen, dass Islamabad das Geschäft wirklich eingehen sollte, fügte der Witwer der ehemaligen Premierministerin Benazir Bhutto hinzu: „Wir hoffen, dass dies nur im Kontext mit unseren wirtschaftlichen Bedürfnissen gesehen wird und mit nichts anderem.“ Pakistan leidet unter einer massiven Energiekrise, die täglich zu stundenlangen Stromausfällen führt und die gesamte Wirtschaft lähmt. Es handele sich um die Entscheidung zweier souveräner Staaten, erklärte Zardari. Er fühle „persönliche Freude und Glück“ über die Kooperation.

Präsident Zardari und sein international wegen des Atomprogramms geächteter iranischer Kollege Mahmud Ahmadinedschad wollten im Rahmen einer großen Zeremonie an der Grenze das  gemeinsame Milliardenprojekt am Montag starten. Auf pakistanischer Seite war der Bau  nicht zuletzt wegen scharfer Interventionen der USA, aber auch arabischer Staaten wie Saudi-Arabien, mehrfach vertagt worden. Iran hat bereits fast 1000 Kilometer Leitung auf eigenem Gebiet verlegt, das mit Sanktionen belegte Land erhofft sich einen Zugang zum asiatischen Markt.

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