Politik : Gauck-Nachfolge: Die Westarbeit der Stasi rückt in den Mittelpunkt

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Obwohl monatlich noch 6000 private Begehren und 25 000 Anfragen von öffentlichen und nicht-öffentlichen Stellen eingehen, wird sich die Arbeit in den nächsten Jahren verlagern. Stärkeres Gewicht wird die Abteilung "Bildung und Forschung" erhalten, die die Akten wissenschaftlich aufarbeitet. In den Mittelpunkt dürfte auch die Erforschung der Stasi-Westarbeit rücken. Dazu müssen aber zunächst die Daten der DDR-Westspionage nach Deutschland zurückkehren. Der US-Geheimdienst CIA hatte das Material im Jahr 1990 mit der Aktion "Rosenholz" nach Amerika geschafft. Nach langen Verhandlungen sollen bis 2001 etwa 1000 CD-ROMs zurückgegeben werden, auf der eine halbe Million Stasi-Vorgänge und 317 000 Namen verzeichnet sind. Ihre Verwendung ist noch zwischen Gauck-Behörde, Inneministerium und Verfassungsschutz umstritten.

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