Gaucks Rede zum Neujahrempfang : Nur keine Angst

Der Bundespräsident setzt beim Neujahrsempfang zwei Akzente. Sie bedingen einander. Ein Kommentar

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Bundespräsident Joachim Gauck begrüßt am 11. Januar 2016 im Schloss Bellevue in Berlin, während des Neujahrsempfangs für das Diplomatische Korps, den Botschafter des Königreichs Marokko, Omar Zniber.
Bundespräsident Joachim Gauck begrüßt am 11. Januar 2016 im Schloss Bellevue in Berlin, während des Neujahrsempfangs für das...Foto: dpa

Unser Mann fürs gesellschaftliche „Wir“: der Bundespräsident. Und beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps der hier versammelten Vereinten Nationen gibt es traditionell die erste gute Gelegenheit, einen Akzent zu setzen. Diesmal sind es sogar zwei Akzente, die, miteinander verbunden gedacht, uns allen gemeinsam helfen können. Einmal, dass und wie Joachim Gauck vor Feindbildern warnt und die Gesellschaft im Blick auf den Terror, so den aktuellen des IS, zur Gelassenheit ermutigt. Zum Zweiten dieser Hinweis: Wir in der Welt sind zunehmend voneinander abhängig, weshalb die Vereinten Nationen als Organisation umso wichtiger werden. Sie sollen Dialogforum und Problemlösungsinstanz sein, oder besser: wirklich werden.

Womit er vollkommen recht hat. Die UN müssen den Rückweg, den Rückzug ins Nationale versperren. Gerade Zeiten von Krisen und Terror fordern Zusammenhalt von offenen Gesellschaften. Ängste können wir, die in diesen Gesellschaften Bürger sind, am besten überwinden, wenn wir wissen, dass unsere Rechte verteidigt werden. Intellektuell und institutionell. Je stärker das geschieht, desto größer kann die Gelassenheit sein. Sie wird dann gleichsam zur Bürgerpflicht.

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