Gazastreifen : Ban warnt vor endgültigem Zusammenbruch

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon befürchtet einen totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch im Gazastreifen. Er fordert darum die sofortige Öffnung aller Grenzübergänge in das Gebiet.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor dem totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch im Gazastreifen gewarnt und die sofortige Öffnung aller Grenzübergänge in das Gebiet gefordert. Vor allem der Kontrollpunkt Karni müsse sofort für den Warenverkehr freigegeben werden, sagte Ban Ki Moon am Freitag in New York. Er verwies auf jüngste Zahlen der Weltbank. Danach seien allein im vergangenen Monat 3190 Firmen und Geschäfte geschlossen und mehr als 65.000 Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt worden. "Wenn das, was von der Wirtschaft im Gazastreifen noch übrig geblieben ist, jetzt auch noch zusammenbricht, wird ... die Bevölkerung bald ganz auf Hilfe angewiesen sein."

Israel hält seine Grenzen zum Gazastreifen weitgehend geschlossen, seit die radikal-islamische Hamas dort die Kontrolle übernommen hat. Das werde ernsthafte humanitäre Folgen haben und das Leid der Bevölkerung noch vergrößern, warnte Ban. Auch die mehr als 4000 Palästinenser, die in Ägypten gestrandet seien, müssten wieder in den Gazastreifen zurückkehren dürfen. (mit dpa)

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