GAZASTREIFEN : Luftwaffe gegen Mörsergranaten

Ein Jahr nach dem umstrittenen Gazakrieg werden zwischen Israel und dem Gazastreifen wieder Raketen und Granaten abgefeuert. Am Sontagabend tötete die israelische Luftwaffe ein dreiköpfiges Kommando des Islamischen Dschihad im Zentrum des Gazastreifens. Dies wurde von palästinensischer Seite bestätigt. Seit Beginn der Eskalation vor zwei Wochen tötete die israelische Armee insgesamt zehn Palästinenser bei Luftangriffen – als Vergeltung für den Beschuss israelischer Gebiete mit insgesamt 24 Raketen und Mörser-Granaten, bei denen niemand verletzt wurde. Sprecher der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas betonten am Montag, dass die Angriffe auf israelisches Territorium nicht auf Hamas-Befehle zurückzuführen seien. Hamas betonte zudem, die Angriffe hätten keinerlei Schaden angerichtet. Israel ist dagegen überzeugt, dass die Hamas den Raketenbeschuss verhindern könnte.

Ein Sprecher des Islamischen Dschihad, der für einen Großteil des Raketenbeschusses die Verantwortlung übernahm, betonte, dass sich seine Organisation nicht in einen neuen Krieg mit Israel hineinziehen lasse. Doch Nationalisten und Ex-Militärs in Israel fordern bereits einen neuen Waffengang. Aber weder Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch Verteidigungsminister Ehud Barak wollen einen solchen. Barak nahm am Montag an der Demonstration eines neu entwickelten Raketenabwehrsystems teil, dessen erste Einheiten im Sommer an der Grenze zum Gazastreifen stationiert werden sollen. Es werde allerdings noch Jahre dauern, bis das System Israel Schutz bietet vor dem Katjusha-Beschuss durch die Hisbollah aus dem Südlibanon und vor Mörsergranaten aus dem Gazastreifen. cal

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