Gazastreifen : Wenige Flüchtlinge fliehen wirklich

Viele Flüchtlinge aus den Palästinensergebieten sind in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Mehrere ranghohe Mitglieder der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas reisten unterdessen nach Ägypten.

Flüchtlinge
Foto: AFP

Tel AvivNur noch wenige ausreisewillige Palästinenser sind am Eres-Kontrollpunkt zwischen dem nördlichen Gazastreifen und Israel zurückgeblieben. Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die meisten Flüchtlinge seien entweder nach Ägypten gereist oder in ihre Heimatorte zurückgekehrt.

Die Armee habe in der Nacht etwa 100 Flüchtlingen angeboten, sie zum Grenzübergang nach Ägypten zu bringen. 60 hätten zugestimmt, als der Bus dort ankam, seien jedoch nur 31 wirklich nach Ägypten gegangen. Der Rest sei zurück in ihre Heimatorte im Gazastreifen gereist. Gegenwärtig seien noch etwa 15 bis 20 Palästinenser an der Grenze, die ins Westjordanland reisen wollten.

Bislang hat Israel jedoch nur 14 Palästinensern mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen die Einreise genehmigt. Israel fürchtet, unter den Palästinensern, die in das Westjordanland gelangen wollen, könnten auch Militante sein. Daher habe man die Reise nach Ägypten als Alternative angeboten. In den ersten Tagen nach dem militärischen Sieg der radikal-islamischen Hamas-Organisation im Gazastreifen waren knapp 300 Palästinenser an den Eres-Übergang geflüchtet. Mehreren ranghohen Mitgliedern der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wurde die Ausreise genehmigt. (mit dpa)

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