Politik : Geber versprechen Hilfe für Mali Drei Milliarden Euro in Brüssel beschlossen

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Ein Denkmal für das Militär in der malischen Hauptstadt Bamako. Foto: dpa
Ein Denkmal für das Militär in der malischen Hauptstadt Bamako. Foto: dpaFoto: dpa

Brüssel - Die Kämpfe zwischen islamistischen Milizen und französischen Soldaten in Mali sind fast vorbei. „Der Krieg ist dabei, gewonnen zu werden“, sagte der Pariser Außenminister Laurent Fabius am Mittwoch zum Auftakt der Geberkonferenz für das westafrikanische Land in Brüssel, „jetzt müssen wir den Frieden gewinnen.“

Die malische Regierung hat dazu einen Zwölf-Punkte-Plan vorgelegt, der die Stabilisierung der Sicherheitslage, einen politischen Anfang und den wirtschaftlichen Wiederaufbau zum Ziel hat. Das Papier definiert die entsprechenden Vorhaben dazu – und die Kosten. Für das laufende und das nächste Jahr liegt der Bedarf demnach bei insgesamt 4,3 Milliarden Euro. Zwei Milliarden davon – so die Hoffnung vor dem Brüsseler Treffen – sollten die insgesamt 103 Delegationen beisteuern. Das ist sogar übertroffen worden: Am Ende konnte sich Malis Übergangspräsident Dioncounda Traoré über drei Milliarden Euro freuen.

Den mit 520 Millionen Euro größten Batzen hatte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso schon am Vortag angekündigt, Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande brachte als Mitgastgeber einen Scheck über 280 Millionen Euro mit. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel sagte 100 Millionen zu.

Gerade ist eine Versöhnungskommission eingerichtet worden, in kulturellen Projekten soll die „friedliche Koexistenz“ geübt werden. Und gerade für den Norden des Landes, wo der Konflikt im vergangenen Jahr eskalierte, ist die angestrebte Dezentralisierung von Bedeutung. Vor allem aber soll im Herbst ein neues Parlament gewählt werden. Zuvor ist am 28. Juli Präsidentenwahl. Barroso rief Malis Parteien auf, sich zu beteiligen. Er kündigte zudem eine EU-Wahlbeobachtermission an. Christopher Ziedler

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