Politik : Gedankenspiel mit der Ampel Liberale diskutieren über mögliche Koalitionen

Berlin - Ein Jahr vor der Bundestagswahl diskutieren führende freidemokratische Politiker über mögliche Koalitionsoptionen. Außenminister Guido Westerwelle warb dabei für eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb in Berlin. Dies sei im Interesse Deutschlands, sagte Westerwelle der „Welt am Sonntag“.

Sein Parteifreund, Entwicklungsminister Dirk Niebel, schloss jedoch auch ein Ampel-Bündnis zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus. „Die FDP will die erfolgreiche Politik in der Koalition mit CDU und CSU fortsetzen“, meinte er zwar. Aber auch andere Mütter haben schöne Töchter“, sagte Niebel der „Bild“-Zeitung. Auch in anderen Parteien als der Union gebe es „gute Politiker mit guten Ideen“.

Westerwelle riet seiner Partei zu einem klaren politischen Profil. „Wenn die FDP auf Leistungsgerechtigkeit setzt, europapolitisch Kurs hält und nicht zu irrlichtern beginnt, werden wir am Ende ein sehr gutes Wahlergebnis erreichen“, sagte der frühere Parteivorsitzende trotz der derzeitigen schlechten Umfragewerte für seine Partei.

Auf die Frage, ob sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb wünsche, sagte Westerwelle nur: „Ja, ich glaube, das ist ihr Wunsch.“ In jüngsten Umfragen lagen die Liberalen bei lediglich vier Prozent – damit würden sie den Einzug in den nächsten Bundestag aber nicht schaffen. dpa

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