Gedenken im Vatikan : Franziskus verurteilt Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

"Eine fortdauernde Mahnung an die Menschheit": Papst Franziskus hat an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren erinnert - und die Menschheit zum Verzicht auf Massenvernichtungswaffen aufgerufen.

Papst Franziskus beim Angelus-Gebet im Vatikan
Papst Franziskus beim Angelus-Gebet im VatikanFoto: REUTERS

Papst Franziskus hat die US-Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Nagasaki und Hiroshima vor 70 Jahren als „fortdauernde Mahnung an die Menschheit“ bezeichnet. „Auch nach so viel Zeit ruft dieses tragische Ereignis noch immer Schrecken und Abscheu hervor. Es ist zum Symbol der maßlosen Fähigkeit des Menschen zur Zerstörung geworden, wenn er von den Fortschritten der Wissenschaft und Technik einen falschen Gebrauch macht“, sagte er am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Die Atombombenabwürfe mahnten die Menschen dazu, Krieg, Atombomben und jede Massenvernichtungswaffe abzulehnen.

Papst Franziskus: "Nein zum Krieg und zur Gewalt! Ja zum Dialog und zum Frieden!"

„Dieser traurige Jahrestag ruft uns vor allem dazu auf, für den Frieden zu beten und uns für ihn einzusetzen“, sagte der Argentinier. „Von überallher auf der Erde erhebt sich der Ruf: Nein zum Krieg und zur Gewalt! Ja zum Dialog und zum Frieden!“. Mit einem Krieg verliere man immer, so das Oberhaupt der katholischen Kirche. „Die einzige Möglichkeit, ihn zu gewinnen, ist, ihn gar nicht erst zu führen.“

Die Amerikaner hatten am 6. August 1945 eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen und drei Tage später eine weitere auf Nagasaki. Die beiden Städte wurden als die ersten von einer Atombombe verwüsteten Orte weltweit als Symbol für Frieden bekannt.

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