Politik : Gefährlich nervös

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Auch der dpaFotograf Marcel Mettelsiefen machte Erfahrungen im Umgang mit amerikanischen Soldaten. Er reiste kurz nach dem Ende der offiziellen Kriegshandlungen nach Bagdad. Das Verhältnis zwischen den amerikanischen Besatzungstruppen und den ausländischen Journalisten sei anfangs sehr kooperativ gewesen, sagt Mettelsiefen. Durch den zunehmenden Druck auf die amerikanische Regierung habe sich das Verhältnis zwischen Presse und Militär aber zusehends verschlechtert. „Die Amerikaner wurden nervöser. Sie waren nicht mehr so entspannt“, schildert Mettelsiefen seine Eindrücke. Amerikanische Soldaten hätten dann eher ablehnend auf Journalisten reagiert. Und es sei auch schon mal die Waffe drohend in die Luft gehalten worden, um Reporter davon abzuhalten, von bestimmten Orten zu berichten. Die Bevorzugung von Journalisten, die eine Akkreditierung vom Pentagon hatten, gegenüber anderen Vertretern der internationalen Presse, hat nach Ansicht von Mettelsiefen das Verhältnis weiter belastet. tb

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