Politik : Gefährliche Länder

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4486 Menschen haben nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Februar 2003 in Deutschland Asyl beantragt, mehr als 22 Prozent weniger als im Februar des vorigen Jahres. Die Zahl irakischer Flüchtlinge schwankt. Im Februar waren es 502, mehr Anträge kamen nur noch von Türken (585). Immer weniger Iraker dürfen bleiben, zurzeit sind es etwa 20 Prozent. Das Bundesamt verweist auf eine geänderte Rechtsprechung: Seit vergangenem Jahr gelte der Nordirak als mögliche Zuflucht. Nach Angaben des UNFlüchtlingshilfswerks UNHCR bietet die Region jedoch keinen ausreichenden Schutz. Streit gibt es auch um die Frage, ob Asylsuchende aus dem Irak nicht in den Nachbarländern unterkommen könnten. UNHCR hält sie indes nicht für sicher. Auch die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl warnt davor, Iraker in diese Länder abzuschieben. Zwar habe Innenminister Otto Schily die Bundesländer gebeten, Flüchtlinge nicht in den Irak abzuschieben. Der Stopp gelte aber nicht für die Nachbarländer.neu

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