GEFÄHRLICHE TÄTER : Dauerhaft

Die Sicherungsverwahrung ist im juristischen Sinn keine Strafe, aber ein massiver Eingriff in die Freiheitsrechte. Mit dieser „freiheitsentziehenden Maßregel“ bleibt ein Täter auch nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafe auf unabsehbare Zeit im Gefängnis. Damit sollen als gefährlich geltende Rückfalltäter von neuen Verbrechen abgehalten werden. Voraussetzung ist aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie schwere Straftaten gegen Leben oder Gesundheit anderer Menschen begehen werden. Im Extremfall kann eine Sicherungsverwahrung lebenslang gelten.

Nach Paragraf 66 des Strafgesetzbuchs (StGB) kann das Gericht bei hochgefährlichen Straftätern bereits mit dem Urteil eine anschließende Sicherungsverwahrung anordnen. Oder das Gericht hält im

Urteil die Möglichkeit einer solchen Anordnung offen (§ 66a StGB). Dritte Möglichkeit ist die nachträgliche Sicherungsverwahrung (§ 66b StGB). dpa

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