• Gefahr durch Drohnen in Deutschland: Niedersachsen drängt auf Schutz vor privaten Drohnen

Gefahr durch Drohnen in Deutschland : Niedersachsen drängt auf Schutz vor privaten Drohnen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert Regulierungen gegen den privaten Einsatz von Drohnen. Er sieht nicht nur eine Gefahr für den Flugverkehr, sondern auch eine Gefahr durch Täter.

Mit einer anmontierten Kamera schwebt eine Drohne eines Fotografen durch die Luft.
Mit einer anmontierten Kamera schwebt eine Drohne eines Fotografen durch die Luft.Foto: dpa

Niedersachsen dringt auf einen umfassenden Schutz vor Drohnen in Deutschland. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD), „wir müssen uns vor allem unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit fragen, ob jeder so ein Ding quasi ohne Einschränkungen in die Luft schicken darf“. Drohnen könnten bewaffnet werden, zum Schmuggel dienen oder mit anonymen Nutzern als Fluggerät erheblichen Schaden anrichten, der weit über eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten hinausgehen könne. Ihr Einsatz sei daher nicht nur eine Frage von Luftfahrtvorschriften.

Vor allem im Flugverkehr drohen Gefahren durch private Drohnen. Lesen Sie einen ausführlichen Bericht dazu hier.

Private Fahndung

„Wenn wir sehen, was im militärischen Bereich mit Drohnen möglich ist, muss man darüber nachdenken, wer solche Geräte in die Hände bekommen kann“, fügte der Minister hinzu. „Einen Wildwuchs mag sich keiner vorstellen“, forderte der SPD-Politiker mehr Aufmerksamkeit für die Risiken und den daraus entstehenden Regelungsbedarf. Denkbar seien beispielsweise weitere Beschränkungen von Traglast und Reichweite.

Kritisch äußerte sich Pistorius über die wachsende Zahl privater Fahndungsaufrufe, bei denen Fotos oder Videos mutmaßlicher Täter online etwa bei Facebook oder Youtube veröffentlicht werden. „Das ist sehr bedenklich“, sagte der SPD-Politiker. „Fahndung ist Sache der Polizei. Alles andere erinnert fatal an Selbstjustiz. Das Gewaltmonopol liegt aus guten Gründen beim Staat.“ (KNA)

9 Kommentare

Neuester Kommentar