GEFANGENE AUS 30 NATIONEN : 248 Insassen warten auf ihre Freilassung

Seit 2002 weiß man von 779 Häftlingen, die Guantanamo durchlaufen haben. Auf diese Zahl kommen Forscher der Brookings Institution in einer aktuellen statistischen Studie. War früher danach der größte Teil der Insassen als feindliche Kämpfer eingestuft, während 36 Prozent als Kader von Al Qaida oder Taliban galten, sind inzwischen viele der untergeordneten Kämpfer entlassen oder in die Obhut anderer Staaten überführt. Inzwischen machen Al-Qaida-Kader eine leichte Überzahl unter den Häftlingen aus. Dazu kommt eine große Gefangenengruppe aus dem Jemen. Diese wird zwar nicht als besonders gefährlich eingestuft. Die USA konnte aber mit dem Jemen offenbar keine ausreichende Aufsicht über die Leute aushandeln.

Von den nun noch einsitzenden 248 Gefangenen aus 30 Ländern stammen 49 aus dem Jemen. Insgesamt sind 70 Prozent aus dem Mittleren Osten und Nordafrika, darunter 20 Saudis, 10 Algerier,10 Tunesier, 9 Syrer, 8 Libyer, 6 Kuwaiter, 6 Iraker, 3 Palästinenser, 3 Ägypter, 2 Marokkaner, 1 Libanese,1 Emirater. Zudem sitzen in Guantanamo noch 27 Afghanen, 4 Pakistaner, 4 Usbeken, 1 Tadschike, 17 Uiguren, 3 algerische Bosnier, 3 Somalier, 2 Sudanesen, 2 Malaysier, 2 Mauretanier, 1 Indonesier, 1 Tschader, 1 Tansanier, 1 Äthiopier, 1 Kenianer, 1 Aserbaidschaner, 1 Russe und 1 Kanadier. Eingeordnet nach Vorwürfen sind darunter 27 Mitglieder der Al-Qaida-Führung und 99 niedere Al-Qaida-Ränge, dazu 9 Talibanführer und 93 frühere ausländische Kämpfer neben 14 Talibankämpfern.

Worüber in Deutschland jetzt beraten wird, ist eine Gruppe von etwa 60 Gefangenen, die auch nach Ansicht der US-Militärs freigelassen werden können. 52 von ihnen sind identifiziert. Es handelt sich um 17 Uiguren, 10 Jemeniten, 8 Tunesier, 4 Algerier, 4 Usbeken, 3 Iraker, 2 Saudis, 1 Ägypter, 1 Libyer, 1 Palästinenser und 1 Doppelstaatler. babs

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