Gefechte im Grenzgebiet : Mehr als 170 Tote bei Kämpfen in Pakistan

Bei den jüngsten Kämpfen mit islamistischen Rebellen sind laut Armeeangaben im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet in den vergangenen zwei Tagen mehr als 170 Menschen getötet worden.

IslamabadEtwa 130 Aufständische und 45 pakistanische Soldaten seien getötet worden, teilte die Armee mit. Die Kämpfe waren am Sonntag in der Region Nord-Waziristan ausgebrochen, nachdem Rebellen mehrere Armee-Konvois beschossen hatten. Die pakistanische Luftwaffe flog daraufhin Angriffe auf die Rebellen. Laut einem Armeesprecher werden zehn bis zwölf Soldaten noch vermisst. Zuvor war von 50 Vermissten die Rede gewesen.

Das Grenzgebiet zu Afghanistan wird von den pakistanischen Sicherheitskräften nur unzureichend kontrolliert. Es gilt als Unterschlupf für pakistanische Extremisten und afghanische Taliban. Häufig werden dort Soldaten entführt. So befinden sich rund 210 der mehr als 240 Armee-Angehörigen, die Ende August gefangengenommen worden waren, immer noch in der Hand ihrer Geiselnehmer. Während drei Soldaten hingerichtet wurden, kamen rund 30 auf Vermittlung einer Dschirga, einer traditionellen Versammlung von Stammesführern, frei. (mit AFP)

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