Gegner Castros : Symbolfigur der kubanischen Opposition gestorben

Der frühere Weggefährte von Kubas Staatschef Fidel Castro und spätere Dissident Gustavo Arcos Bergnes ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Havanna - Oppositionelle teilten der Nachrichtenagentur AFP mit, Arcos sei am Dienstag an einem Herzschlag gestorben. Der 79-Jährige sei ein Symbol der Opposition gewesen, sagte die Oppositionelle Marta Beatriz Roque, die von Arcos Frau über den Tod informiert worden war. Zu Beginn der kubanischen Revolution war Arcos Jurastudent gewesen. Er habe gegen Diktator Fulgencio Batista und zuletzt gegen die Tyrannei von Fidel Castro gekämpft, sagte Roque.

Nach dem Triumph der Revolution war er jedoch zunächst Botschafter in Belgien geworden, stand der Führung jedoch zunehmend kritisch gegenüber und trat 1964 zurück. Nach seiner Rückkehr nach Kuba saß er von 1966 bis 1969 und nochmals von 1982 bis 1988 im Gefängnis. Seine Frau Teresita Rodriguez hatte kürzlich gesagt, ihr Mann sei in den vergangenen Wochen zusehends schwächer geworden. Arcos hatte 1988 zusammen mit seinem Bruder Sebastian und zwei weiteren Dissidenten das kubanische Menschenrechtskomitee gegründet. (tso/AFP)

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