• Geiselbefreiung kostete 20 Millionen Euro Außenministerium erwartet „symbolische Beteiligung“

Politik : Geiselbefreiung kostete 20 Millionen Euro Außenministerium erwartet „symbolische Beteiligung“

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(dpa). Die Befreiung der SaharaGeiseln hat den Bund mindestens 20 Millionen Euro gekostet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf Zahlen des Auswärtigen Amtes. Darin enthalten seien die zahlreichen Reisen deutscher Politiker ins Krisengebiet, der Einsatz von Bundeskriminalamt, Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst, die Arbeit des Berliner Krisenstabs sowie die Kosten des Rücktransports der entführten Deutschen. Allein die Flugkosten belaufen sich nach Angaben der Bundesregierung auf knapp 420 000 Euro.

Angesichts dieses finanziellen Aufwands sei die beabsichtigte Beteiligung der deutschen Ex-Geiseln an den Kosten in erster Linie als symbolisch zu betrachten, heißt es im Außenministerium. Von den Urlaubern werde die Bundesregierung unter Verweis auf das Konsulargesetz voraussichtlich einen „vierstelligen Betrag“ fordern. Die Sahara-Reisenden könnten gegen eine mögliche finanzielle Beteilung an ihren „Rettungskosten“ Rechtsmittel geltend machen. Insgesamt waren 32 Urlauber in der Sahara als Geiseln genommen worden, darunter 17 aus Deutschland. Die Deutsche Michaela Spitzer war während der Geiselhaft in der algerischen Wüste gestorben.

Unterdessen haben algerische Regierungstruppen nach eigenen Angaben vom Sonntag im Lauf der vergangenen Wochen mehr als 150 Mitglieder der Terrorgruppe „Islamistische Salafistengruppe für Predigt und Kampf“ (GSPC) getötet. Die Gruppe, die als Entführer der Sahara-Touristen gilt, war seit rund drei Wochen in einer Bergregion 300 Kilometer östlich von Algier eingeschlossen.

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