Politik : Geiseldrama auf Jolo: Die Chronik der Geiselnahme

23. April: Auf der Insel Sipadan im Osten Malaysias werden 21 Menschen, darunter drei deutsche Touristen, Renate, Werner und Marc Wallert, als Geiseln genommen.

25. April: Die moslemische Rebellengruppe Abu Sayyaf bekennt sich zur Verschleppung.

26. April: Die Geiselnehmer verlangen für die Freilassung fünf Millionen Mark.

28. April: Die Entführer drohen mit der Ermordung der Geiseln, wenn sich deren Botschaften nicht zu Verhandlungen bereit erklären. Ein Verhandlungsleiter der philippinischen Regierung nimmt zum ersten Mal indirekten Kontakt zu den Rebellen auf.

1. Mai: Erstmals seit ihrer Entführung am Ostersonntag werden die Verschleppten ärztlich versorgt. Eine Ärztin bezeichnet ihren Zustand als Besorgnis erregend.

2. Mai: Die Kidnapper drohen mit der Enthauptung zweier Gefangener. Bundeskanzler Schröder bietet der philippinischen Regierung deutsche Vermittlungsdienste an.

17. Mai: Die Geiselnehmer fordern nach Angaben der Regierung zwei Millionen Dollar allein für die Freilassung der kranken Deutschen Renate Wallert.

27. Mai: Erste direkte Gespräche zwischen Manila und den Entführern.

14. Juni: In einer diplomatischen Note an die Regierung Manilas sprechen Deutschland, Frankreich, Südafrika und Finnland sich gegen jedes militärische Eingreifen aus.

24. Juni: Als Geste des guten Willens lassen die islamischen Rebellen den 29-jährigen Malaysier Zulkurmain Bin Hashim frei.

2. Juli: Der "Spiegel"-Reporter Andreas Lorenz wird von der Abu Sayyaf verschleppt.

9. Juli: Drei weitere Journalisten werden von den Rebellen entführt.

13. Juli: Fischer trifft in Manila ein, um mit der philippinischen Regierung über die Geiselnahme zu sprechen.

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