• Gemeinsam in den Sicherheitsrat Deutschland und Indien unterzeichnen Solidaritätserklärung zur UN-Reform

Politik : Gemeinsam in den Sicherheitsrat Deutschland und Indien unterzeichnen Solidaritätserklärung zur UN-Reform

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Berlin/NeuDelhi - Deutschland und Indien haben sich Unterstützung beim Streben um einen festen Sitz im UN-Sicherheitsrat zugesagt. Beide Länder betrachteten sich „als natürliche Kandidaten für einen ständigen Sitz in einem erweiterten Sicherheitsrat und werden sich gegenseitig dabei unterstützen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach Außenminister Joschka Fischers Gesprächen mit der neuen indischen Führung in Neu-Delhi. Deutschland hat sich bisher noch nie auf die Unterstützung eines anderen Kandidaten festgelegt und war auch nicht von einem anderen Kandidaten unterstützt worden.

Fischer befindet sich auf einer zehntägigen Asienreise. Ziel ist es unter anderem, Unterstützung für die deutschen UN-Pläne zu gewinnen. Nach seinem Indienbesuch am Mittwoch reist Fischer nach China, das einen der fünf ständigen Sitze im Sicherheitsrat innehat. Auch dort soll das Thema offenbar ein wichtiger Punkt der Gespräche sein. Pakistan, das derzeit wie Deutschland ein zeitlich begrenztes Mitglied des UN-Gremiums ist, ist ebenfalls Reiseziel. Wegen seiner Nachbarschaft zu Afghanistan und Iran ist das Land auch aus sicherheitspolitischer Sicht von Interesse für die Deutschen.

Den Außenminister begleiten neben einer Delegation von Bundestagsmitgliedern mehrere Wirtschaftsvertreter. Für den Freitag ist in China die Teilnahme an der Eröffnung des weltgrößten Solarkraftwerks einer deutsch-chinesischen Firma geplant. Weitere Stationen der Reise sind außerdem Sri Lanka und Bangladesh. cir/rvr

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