Politik : Gentechnik: Embryonalzellen sollen längst importiert sein

Der umstrittene Import embryonaler Stammzellen soll längst erfolgt sein. Ein Sprecher des amerikanischen Biotech-Instituts WiCell sagte dem Magazin "Der Spiegel": "Das WiCell Research Institute hat in den letzten zwölf Monaten menschliche embryonale Stammzellen an deutsche Einrichtungen geliefert." Zwei weitere Forscher sagten dem Magazin gegenüber, solche Zellen importieren zu wollen.

Zum Thema Online Spezial: Die Debatte um die Gentechnik Dagegen will der Kieler Biochemiker Stefan Rose-John angesichts der heftigen Reaktionen auf seine bekannt gewordenen Import-Pläne vorerst verzichten. Dem Magazin "Focus" sagte Rose-John: "Ich lege das Projekt auf Eis, bis es eine klare Stellungnahme des Nationalen Ethikrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gibt." In Bezug auf die juristisch und ethisch bedeutsame Frage, ob sich aus einer einzelnen dieser Zellen ein neues Lebewesen entwickeln könne, räumt der Professor ein, ganz genau wisse niemand, "was wirklich in embryonalen Stammzellen steckt".

Unterdessen bekräftigten mehrere Forscher die Freiheit der Wissenschaft. Der Vorsitzende der Kommission für ethische Fragen der deutschen Akademie für Kinderheilkunde, Volker von Loewenich, sagte, niemand könne Forscher verpflichten, politische Entscheidungen abzuwarten, so lange sie nicht gegen geltendes Recht verstießen. Der Humangenetiker Ulrich Langenbeck sprach sich vehement für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) aus.

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