Geschichte-Vertretung in Schule : Angela Merkel outet sich als Hausbesetzerin

Vor einigen Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Vertretungsstunde in Geschichte an einer Berliner Schule gehalten. Dabei hat sie vor allem über ihr Leben in der DDR gesprochen und nebenbei erzählt, dass sie eine Hausbesetzerin war.

Angela Merkel sollte eine Geschichtsstunde halten, dabei hat sie interessante Details über ihr Leben in Ost-Berlin verraten.
Angela Merkel sollte eine Geschichtsstunde halten, dabei hat sie interessante Details über ihr Leben in Ost-Berlin verraten.Foto: dpa

Angela Merkel hat sich vor Schülern als Hausbesetzerin geoutet. Das Jugendmagazin „Spiesser“ zitierte am Montag aus einer Unterrichtsstunde, die die Bundeskanzlerin im August als Vertretungslehrerin vor einer Berliner Schulklasse gehalten hatte.

Die aktuelle Politik blieb - so der Bericht über die Geschichtsstunde Merkels zum Bau der Berliner Mauer - eher außen vor. Dafür verriet die CDU-Vorsitzende den Gymnasiasten, wie sie vor etwa 30 Jahren zu DDR-Zeiten in Berlin auf Wohnungssuche war.

Auf Seite 19 des Magazins wird Merkel so zitiert: „Als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe, brauchte ich eine Wohnung. Da hat mir jemand den Tipp gegeben: in der Templiner Straße. Dann bin ich dort in die leer stehende Wohnung eingebrochen mit einem Schlüssel - nein, mit einem Schlüssel eben nicht. Ich habe das Schloss aufgebrochen.“ Das kostenlose Jugendmagazin „Spiesser“ erscheint bundesweit sechsmal im Jahr. Es wird an mehr als 10 000 Orten - an Schulen, Hochschulen oder in Bibliotheken - ausgelegt. Außerdem kann man es online lesen.

Schon im Februar 2008 hatte Angela Merkel zugegeben, eine Hausbesetzerin gewesen zu sein. Sie habe illegal in einer Wohnung in der Marienstraße in Mitte gelebt, als sie nach dem Studium in Leipzig nach Berlin zog. Zu dieser Zeit gab es in Ost-Berlin viele verlassene Wohnungen. "Das habe ich genutzt, einfach aus der Not heraus", sagte die Kanzlerin 2008 dem "SZ"-Magazin.

Während viele andere Hausbesetzer keine Miete zahlten überwies die spätere Kanzlerin eigenen Angaben zufolge jeden Monat ihre Miete an die Verwaltung. "Jedes Geld wurde damals gern genommen." Später zog Merkel dann in die Templiner Straße. (dpa,Tsp)

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