Bücherverbrennung : Schwarze Listen

Im Wesentlichen hatten die schwarzen Listen folgende Stoßrichtung:

  • Bücher von Autoren jüdischer Herkunft wie Joseph Roth

  • marxistische und sozialistische Autoren wie Anna Seghers, Ernst Toller oder Karl Grünberg; hierzu zählten auch russische Schriftsteller wie Maxim Gorki

  • pazifistische Autoren, die sich gegen den Krieg engagierten, wie Bertha von Suttner oder Erich Maria Remarque

  • sogenannte Autoren der Großstadt, die von den Nazis als „Asphaltliteraten“ diffamiert wurden, wie Alfred Döblin, Klaus Mann oder auch Erich Kästner (Bild links), der als einziger verfemter Dichter die Bücherverbrennung in Berlin beobachtete

  • moderne französische und amerikanische Autoren wie André Gide, Ernest Hemingway oder Jack London

  • Autorinnen, deren Werke das traditionelle weibliche Rollenverständnis infrage stellten, wie Irmgard Keun, Christa Anita Brück oder Gina Kaus

  • kritische Publizisten und Journalisten wie Theodor Wolff, Georg Bernhard oder Carl von Ossietzky

  • progressive Wissenschaftler wie Sigmund Freud, Magnus Hirschfeld, Max Horkheimer

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