Geschichte : FLOP 4 Andrew Johnson (1865 – 1869)

Schon bei seiner Vereidigung als Vizepräsident sorgte Andrew Johnson für Erstaunen: Er war offensichtlich betrunken. Als Präsident Abraham Lincoln wenig später einem Attentat zum Opfer fiel, wurde Johnson sein Nachfolger. Der Demokrat und Südstaaten-Senator war während des Bürgerkriegs aufseiten der Union geblieben, trotzdem war er noch bis 1863 für die Sklaverei eingetreten – erst danach tat er das nicht mehr. Nach dem Sieg des Nordens war die Sklaverei aufgehoben. Im Weißen Haus stand der frühere Schneider vor der Aufgabe, den zerstörten Süden wieder in die Union einzugliedern. Er zeigte sich milde im Umgang mit dem Verlierer, erließ eine umfassende Amnestie und verhalf der Elite erneut zur Macht. Eine Gesetzes initiative für mehr Rechte für befreite Sklaven blockierte er. Der zunehmende Konflikt zwischen Präsident und Kongress gipfelte in einem Amtsenthebungsverfahren gegen Johnson, das knapp scheiterte. Die Republikaner nominierten ihn nicht zur Wiederwahl, sondern stellten Ulysses S. Grant auf.

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