Politik : Geschlossen in die Offensive: Die CDU will sich wieder kämpferischer geben

Die CDU hat dem Drängen der CSU entsprochen, in der Auseinandersetzung mit der Bundesregierung wieder kämpferisch die Initiative zu ergreifen und größere Normalität in ihrem Verhältnis zu Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) einkehren zu lassen. Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) sagte am Donnerstag nach einer Klausurtagung der Fraktionsspitze in Hildesheim, es gebe das berechtigte Anliegen in der Fraktion, jetzt wieder in die politische Offensive zu kommen und sich weniger mit sich selbst zu beschäftigen. Er kündigte zudem an, dass Kohl ab nächstem Montag wieder regelmäßig an Fraktionssitzungen teilnehmen werde.

Die CSU hatte auf größere Kampfkraft der CDU und eine Normalisierung ihres Verhältnisses zu Kohl gedrungen. Irritationen der CSU über das Erscheinungsbild der CDU spielten nach Angaben aus Teilnehmerkreisen bei der Klausur zwar eine Rolle, führten aber nicht zu Unstimmigkeiten. Es habe keine Angriffe auf die neue Führung der CDU gegeben. Die CSU befinde sich in einer anderen Lage als die CDU, weil sie nicht von der Spendenaffäre betroffen sei. Ihre Sorge über das Erscheinungsbild der Union sei verständlich. "Es gibt zwischen CDU und CSU keinerlei Verstimmungen", sagte Merz.

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