Gesetzesinitiative : Koalition will Manager-Boni beschränken

Die große Koalition plant offenbar eine Beschränkung von Bonus-Zahlungen an Manager. Aktienoptionen können demnach erst nach Ablauf einer bestimmten Frist eingelöst werden - und bei Publikumsgesellschaften sollen Mitarbeiter und Gewerkschaften mitreden dürfen.

BerlinNach dem Entwurf eines Beschlussvorschlages der finanzpolitischen Sprecher, Otto Bernhard (CDU) und Joachim Poß (SPD), der dem "Spiegel" vorliegt, sollen Optionen auf eigene Aktien künftig erst nach vier Jahren eingelöst werden können. Dadurch solle der langfristige Unternehmenserfolg bei der Bezahlung stärker in den Vordergrund rücken. Darüber hinaus solle der kurzfristige Erfolgsanteil am Gehalt höchstens das Doppelte der Grundvergütung betragen dürfen.

Auch das Genehmigungsverfahren für Bonus-Zahlungen soll sich laut "Spiegel" ändern, um Fälle wie zuletzt bei der Deutschen Bahn AG auszuschließen. Dort hatte der Personalausschuss ein Bonus-Programm für Vorstände und Aufsichtsräte im Falle eines Börsenganges beschlossen. Nach dem Willen von Union und SPD soll künftig bei Publikumsgesellschaften das gesamte Kontrollgremium über die Vergütung von Vorständen entscheiden - also auch die Vertreter der Mitarbeiter und der Gewerkschaften. (sba/dpa)

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