Gesine Lötzsch : Ende einer Parteikarriere

Gesine Lötzsch
Gesine LötzschFoto: dpa

An der Berliner Humboldt-Universität hatte sich Gesine Lötzsch einst in ihren Professor, den Sprachwissenschaftler Ronald Lötzsch, verliebt. Sie studierte dort von 1980 bis 1985 Deutsch und Englisch und schloss als Diplom-Lehrerin ab. Sie blieb zum Forschungsstudium an der Uni, heiratete 1987 ihren Professor und promovierte 1988. Zu ihrem Mann stand sie trotz Kritik an dessen DDR-Vergangenheit. Er hatte in Haft gesessen und sich dann für einige Jahre bei der Stasi verpflichtet. Bereits 1984 in die SED eingetreten, ließ sich Lötzsch 1991 von der Uni beurlauben, um sich ganz der politischen Karriere zu widmen: Sie wurde in den Berliner Landesvorstand der PDS gewählt und zog für ihre Partei ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Seit 2002 gehört sie dem Bundestag an – drei Mal hintereinander holte sie in ihrem Lichtenberger Wahlkreis ein Direktmandat. 2005 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion gewählt. Seit 15. Mai 2010 führt die heute 50-Jährige an der Seite von Klaus Ernst die Linkspartei.Tsp

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