Gesundheit : Zahl jugendlicher Raucher auf historischem Tiefstand

In Deutschland rauchen weniger Jugendliche als jemals zuvor. Das liege unter anderem daran, dass in Film und Fernsehen weniger Tabakkonsum zu sehen sei, meint die Drogenbeauftragte Bätzing.

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Bald eine Seltenheit? Jugendliche Raucherin. -Foto: ddp

BerlinDer Anteil der Raucher unter den 12- bis 17-Jährigen ist auf einen historischen Tiefstand gesunken. Binnen sechs Jahren ging er von 28 auf 18 Prozent zurück, wie die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, mitteilte. In der entsprechenden Umfrage vom Frühjahr gaben zudem 57 Prozent an, nie zu rauchen.

Pott stellte die Umfrage zum Start des elften Schülerwettbewerbs gegen das Rauchen "Be smart - don't start" vor. Bis 9. November können sich Schulklassen der Stufen sechs bis acht zu dem Wettbewerb anmelden. Sie müssen dann ab 12. November ein halbes Jahr lang einmal im Monat per Postkarte bestätigen, dass sie komplett rauchfrei sind. Der Hauptpreis ist eine Klassenreise. Der Nie-Raucher-Anteil liege in den Wettbewerbsklassen um 5,9 Prozent über dem Anteil von Kontrollklassen, die nicht teilnehmen, sagte Pott.

Zum Start des Wettbewerbs kürten Schüler die ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" zur besten Produktion ohne jegliche Zigaretten. Der Schauspieler Gregory B. Waldis zeigte sich "riesig" erfreut. Dazu erklärte die Bundes-Drogenbeauftragte Sabine Bätzing unter Berufung auf eine Studie, Kinder und Jugendliche hätten ein doppelt so hohes Risiko für den Einstieg in den Tabakkonsum, wenn in von ihnen gesehenen Filmen häufig geraucht werde. Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski, kritisierte, nach wie vor gebe es Produktionen, "die hartnäckig an Raucherklischees festhalten". (mit dpa)

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